Schreibzeiten und die Sache mit der Butter.

Hiermit melde ich mich vom [Novemberschreiben][1] zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass ich teilgenommen habe – schon 2006 war ich mit dabei. Damals noch sehr erfolgreich (60 000 Wörter in zwanzig Tagen), lief es dieses Jahr nicht sonderlich gut. Weshalb? Nun ja. Stichwort Zeitplanung als Freiberufler. Ich möchte mir ja auch einmal etwas leisten. Also sollte ich auch zwischendurch etwas Geld verdienen, nicht? Das eigentliche Problem lag dieses Jahr jedoch wo anders. Es stritten sich „Umfeld“ und „Autoren-Tätigkeit“, mit bösem Auskommen.

Aber andere können ja auch Familie, Beruf und Novemberschreiben unter einen Hut bringen! Weshalb du nicht?

Ach, ach, eigentlich kenne ich das doch. Immerhin bin ich seit Jahren (Tele-)Heimarbeiter. Ich habe Übung darin, meine Projekte durchzuziehen. Mein nahes Umfeld hat verstanden, dass ich nicht (nur) zum Spaß am PC sitze sondern so mein Auskommen erwirtschafte. Die zusätzliche, novembrig-schöngeistige Schreiberei war dann aber zu viel des Guten. Ich habe so mein „Zeitmanagement“ versaut. Damit Ihnen das nicht auch passiert, schreibe ich diesen Beitrag. „Schreibzeiten und die Sache mit der Butter.“ weiterlesen

Der Texter als Freier.

Spätestens wenn das schlechte Gewissen hochkommt, weil sie zu lange schwarz gearbeitet haben – oder wenn ein Kunde unangenehme Fragen wegen der Rentenkassen-Pflicht stellt –, werden sich vernunftbegabte Jungtexter wundern:

Wie werde ich überhaupt offiziell selbständig? Und bin ich wirklich freischaffend oder doch eher gewerblich tätig?

Die Antworten auf diese Fragen hängen, wie könnte es anders sein, natürlich vom Ort der Tätigkeitsausübung ab. Da ich mich in Deutschland darum kümmern musste und nur ansatzweise in der Schweiz, wird dieser Artikel wohl für die meisten Schweizer Leser nicht sonderlich hilfreich sein. Aber vielleicht interessant? Wir werden sehen. „Der Texter als Freier.“ weiterlesen

Skylla und Webitis.

Diese Woche möchte ich davon berichten, wie der Arbeitsablauf in einem Web-Projekt aus Sicht des Texters aussieht. Man möge es mir verzeihen, wenn ich zwischendurch etwas gar bitter wirken sollte.

„Bitter“? Das klingt ja schon einmal nicht so gut.

Stimmt. Aber der Reihe nach.

Texter arbeiten selten isoliert, einfach nur für sich. Anders als Schriftsteller geht es nicht nur darum, dass man eine möglichst gute Geschichte möglichst geschickt erzählt. Eingeschlossen in seinem Kämmerchen, die Katze auf dem Schoß und die Gattin ins Wohnzimmer verbannt. Schön wär’s.

Nein, ein Texter arbeitet normalerweise nur an einem Teil eines größeren Projektes. Insbesondere bei Web-Projekten. Mit Team, Projektleiter etcetera. Oh ja, die Projektleiter. Und deren Mitarbeiter … „Skylla und Webitis.“ weiterlesen

Ein Hammer ist ein Hammer ist ein Hammer.

Heute wird’s etwas nüchterner als sonst. Denn: Wenn sich jemand für den Beruf des (freischaffenden) Texters interessiert, sollte diese Person auch eine Ahnung haben, was in Sachen Investitionen anfallen wird. Denn natürlich braucht auch ein Texter Handwerkszeug.

Werkzeuge für Texter? Was gibt es da denn zu besprechen? Ist doch klar!

Einen Computer, Word, einen Drucker, fertig!

Und ein Zimmermann arbeitet nur mit dem Hammer. Klar. „Ein Hammer ist ein Hammer ist ein Hammer.“ weiterlesen

Eine Frage des Stils.

Einige treue Leser werden sich wohl mittlerweile fragen, wann denn nun endlich etwas über die Kombination Schriftsteller/Texter kommt. Waren doch die anderen Artikel eher allgemein-texterlicher (sic) Natur. Nun denn, ich will heute eines der Hauptprobleme ansprechen, das einen Autor erwartet, der zwischendurch als Texter arbeiten möchte: Die Sache mit dem Stil. Aber ich höre Sie schon fragen:

Stil? Weshalb ist das ein Problem?

Ganz einfach: Von einem Schriftsteller wird erwartet, dass er oder sie die eigene Stimme findet. Den eigenen Stil entdeckt und pflegt. Dass man nicht nur so schreibt wie eine Vorschul-Version von Stephen King. Viele Autoren sind stolz darauf, dass sie genau so schreiben, wie sie schreiben, und von Lesern auch wiedererkannt werden.

Und genau das ist im Normalfall bei einem Texter unerwünscht. „Eine Frage des Stils.“ weiterlesen