Haltet den Dieb!

Diese Woche hat mich eine E-Mail erreicht, mit folgendem Inhalt:

Hallo Sascha
Ab [Datum] werde ich in einer Firma als Texterin arbeiten, die Websites entwickelt. Nun kam bei einem Gespräch die Frage auf, wem denn nun der Text gehört, den ich schreibe: dem Kunden, mir selber oder der Web-Firma. Wie machst Du das?

Ja, die Sache mit den Rechten … Und da ich oft deswegen angefragt werde (manchmal sogar von potentiellen Kunden! Wow!), widme ich dieser Frage meinen aktuellen Beitrag. „Haltet den Dieb!“ weiterlesen

Schreibzeiten und die Sache mit der Butter.

Hiermit melde ich mich vom [Novemberschreiben][1] zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass ich teilgenommen habe – schon 2006 war ich mit dabei. Damals noch sehr erfolgreich (60 000 Wörter in zwanzig Tagen), lief es dieses Jahr nicht sonderlich gut. Weshalb? Nun ja. Stichwort Zeitplanung als Freiberufler. Ich möchte mir ja auch einmal etwas leisten. Also sollte ich auch zwischendurch etwas Geld verdienen, nicht? Das eigentliche Problem lag dieses Jahr jedoch wo anders. Es stritten sich „Umfeld“ und „Autoren-Tätigkeit“, mit bösem Auskommen.

Aber andere können ja auch Familie, Beruf und Novemberschreiben unter einen Hut bringen! Weshalb du nicht?

Ach, ach, eigentlich kenne ich das doch. Immerhin bin ich seit Jahren (Tele-)Heimarbeiter. Ich habe Übung darin, meine Projekte durchzuziehen. Mein nahes Umfeld hat verstanden, dass ich nicht (nur) zum Spaß am PC sitze sondern so mein Auskommen erwirtschafte. Die zusätzliche, novembrig-schöngeistige Schreiberei war dann aber zu viel des Guten. Ich habe so mein „Zeitmanagement“ versaut. Damit Ihnen das nicht auch passiert, schreibe ich diesen Beitrag. „Schreibzeiten und die Sache mit der Butter.“ weiterlesen

Der Texter als Freier.

Spätestens wenn das schlechte Gewissen hochkommt, weil sie zu lange schwarz gearbeitet haben – oder wenn ein Kunde unangenehme Fragen wegen der Rentenkassen-Pflicht stellt –, werden sich vernunftbegabte Jungtexter wundern:

Wie werde ich überhaupt offiziell selbständig? Und bin ich wirklich freischaffend oder doch eher gewerblich tätig?

Die Antworten auf diese Fragen hängen, wie könnte es anders sein, natürlich vom Ort der Tätigkeitsausübung ab. Da ich mich in Deutschland darum kümmern musste und nur ansatzweise in der Schweiz, wird dieser Artikel wohl für die meisten Schweizer Leser nicht sonderlich hilfreich sein. Aber vielleicht interessant? Wir werden sehen. „Der Texter als Freier.“ weiterlesen

Skylla und Webitis.

Diese Woche möchte ich davon berichten, wie der Arbeitsablauf in einem Web-Projekt aus Sicht des Texters aussieht. Man möge es mir verzeihen, wenn ich zwischendurch etwas gar bitter wirken sollte.

„Bitter“? Das klingt ja schon einmal nicht so gut.

Stimmt. Aber der Reihe nach.

Texter arbeiten selten isoliert, einfach nur für sich. Anders als Schriftsteller geht es nicht nur darum, dass man eine möglichst gute Geschichte möglichst geschickt erzählt. Eingeschlossen in seinem Kämmerchen, die Katze auf dem Schoß und die Gattin ins Wohnzimmer verbannt. Schön wär’s.

Nein, ein Texter arbeitet normalerweise nur an einem Teil eines größeren Projektes. Insbesondere bei Web-Projekten. Mit Team, Projektleiter etcetera. Oh ja, die Projektleiter. Und deren Mitarbeiter … „Skylla und Webitis.“ weiterlesen

Ein Hammer ist ein Hammer ist ein Hammer.

Heute wird’s etwas nüchterner als sonst. Denn: Wenn sich jemand für den Beruf des (freischaffenden) Texters interessiert, sollte diese Person auch eine Ahnung haben, was in Sachen Investitionen anfallen wird. Denn natürlich braucht auch ein Texter Handwerkszeug.

Werkzeuge für Texter? Was gibt es da denn zu besprechen? Ist doch klar!

Einen Computer, Word, einen Drucker, fertig!

Und ein Zimmermann arbeitet nur mit dem Hammer. Klar. „Ein Hammer ist ein Hammer ist ein Hammer.“ weiterlesen